Angeln im Februar: Geduld und die richtige Taktik am winterlichen Gewässer
Der Februar ist oft einer der härtesten Monate für uns Angler. Die Wassertemperaturen haben ihren Tiefpunkt erreicht und das Leben unter Wasser läuft im Energiesparmodus. Doch auch wenn es draußen noch klirrend kalt ist: Der Zenit ist überschritten! Die Tage werden spürbar länger und die Sonne gewinnt langsam an Kraft.
Damit ihr auch im Spätwinter erfolgreich seid, haben wir hier die wichtigsten Tipps für eure nächsten Ansitze zusammengefasst:
Achtung: Schonzeiten ab 15. Februar
Ein wichtiger Hinweis vorab: In unserem Verein beginnt für Hecht und Zander am 15. Februar die Schonzeit, die bis zum 15. Mai andauert. Nutzt also die ersten Februartage noch gezielt aus, aber achtet ab Mitte des Monats strikt darauf, diese Arten in Ruhe für das Laichgeschäft zu lassen.
Wo stehen die Fische jetzt?
In Stillgewässern findet man die Fische aktuell fast ausschließlich an den tiefsten Stellen. Dort ist das Wasser mit etwa 4 Grad am „wärmsten“ und bietet konstante Bedingungen. In Fließgewässern solltet ihr gezielt nach strömungsberuhigten Bereichen suchen. Tiefe Gumpen oder ruhige Abschnitte sind jetzt absolute Hotspots, da die Fische hier wertvolle Energie sparen können.
Köder und Führung: Weniger ist mehr
Da der Stoffwechsel der Fische verlangsamt ist, ist eine extrem langsame Köderführung der Schlüssel zum Erfolg.
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Technik: Methoden wie Drop-Shot oder das ganz langsame Schleifen von Ködern am Boden funktionieren jetzt am besten.
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Naturköder: Oft ist ein echter Wurm oder ein am Grund präsentierter Köderfisch unschlagbar. Ein „geschenkter Happen“, für den der Fisch nicht jagen muss, wird im Winter besonders gerne genommen.
Waidgerechtigkeit: Achtung beim Tiefenangeln
Ein wichtiges Thema im Winter ist das Angeln in großen Tiefen (ab ca. 6 Metern). Zander und Barsche leiden beim schnellen Hochholen unter dem sogenannten Barotrauma (Druckkrankheit). Da die Schwimmblase den Druckunterschied nicht schnell genug ausgleichen kann, nehmen die Fische oft irreparablen Schaden. Bitte achtet besonders vor Beginn der Schonzeit darauf, die Fische waidgerecht zu behandeln und im Zweifel flachere Bereiche aufzusuchen.
Ausblick auf das Frühjahr
Gegen Ende des Monats, wenn die ersten frühlingshaften Tage kommen, ziehen die Friedfische langsam wieder in flachere Bereiche. Dann lohnt sich auch wieder ein Versuch auf Rotaugen oder Döbel, während sich die Raubfische in ihre wohlverdiente Laichpause verabschieden.
Wir wünschen euch trotz der Kälte Petri Heil und einen guten Start in die Vorbereitung auf die kommende Saison!
Eure Vorstandschaft des ASV Rain

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